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Thüringens Höhlen und Schaubergwerke

sagenumwobene Höhlen, erlebnisreiche Schaubergwerke - wer sich in Thüringen einmal auf Maulwurfs-Niveau begibt, kann ungeahnte Wunderdinge entdecken: Märchenhafte Farbenpracht, erschaffen von Mutter Natur in nur 300 Jahren, findet man in den Saalfelder Feengrotten. Die leicht löslichen Minerale und Salze des Berggesteins haben sich in dieser kurzen Zeit zu Tropfsteinen formiert, die anderswo tausende von Jahren zur Entstehung gebraucht hätten. Geologisch einzigartig sind die Gesteinsschichten der Barbarossahöhle in Rottleben am Kyffhäuser, und auch als Biotop und Kulturdenkmal des historischen Bergbaus ist die Höhle von internationaler Bedeutung. Übrigens: Der Sage nach erwartet Kaiser Friedrich I. ‚Barbarossa’ hier am steinernen Tisch seine Rückkehr in die Welt der Lebenden! Unter Naturschutz steht auch die Kristallgrotte Marienglashöhle bei Friedrichroda. Früher wurden hier Gipskristalle abgebaut, die bei Altären und Marienbildern zum Einsatz kamen – daher der Name. Wer maulwurfsgleich auf Abenteuersuche ist, der kommt in einem der Thüringer Schaubergwerke ganz sicher auf seine Kosten: Im Bergwerk in Merkers werden noch heute Kali und Salz abgebaut. Für Besucher gibt es hier eine spannende Tour, die unter anderem in den ‚Goldraum’ führt, in dem bei Kriegsende sämtliche Gold- und Devisenbestände der deutschen Reichsbank und unschätzbare Kunstwerke lagerten. Im Erlebnisbergwerk Sondershausen kann man unterirdisch Bahn fahren, auf einem Salzsee rudern, oder – für ganz Wagemutige - in 600 m Tiefe über eine Rutsche ein vierzigprozentiges Gefälle überwinden. Und damit dem edelsten Körperteil dabei nichts geschieht, bekommt man eine Unterlage zum Schutz des Allerwertesten: ein so genanntes ‚Arschleder’!

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